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Time for San Fransisco

18. August 2015
Am Abend meines Geburtstages, nach dem tollen Tag im Sequoia
National Park, sind wir dann zurück an die Küste gefahren ins weltberühmte San
Fransisco. Ja… San Fransisco. Mit dem Besuch dort verbinde ich gemischte
Gefühle, denn der erste Abend war leider alles Andere als gelungen!! 
Es kamen einiges zusammen… Zum Ersten hatten wir einen
Temperatursturz von 15 Grad innerhalb, denn es waren plötzlich nur noch 17°C.
Dazu hat uns zum ersten Mal nach einer Woche die Sonne verlassen und es hingen
dicke Wolken über der Küstenstadt. Und dann kam der Supergau, meine Kreditkarte
funktionierte nicht mehr, zack, gesperrt (übrigens den Rest des Urlaubs und ich
hatte noch vier Hotels zu bezahlen)! Am Bankautomaten konnte ich nur 200$ pro
Tag abheben, also grade mal für eine Nacht im Motel bezahlen. Es war schon
dunkel, wir hatten nichts zu essen und das Motel war auch nicht so der Knaller.
HUNGER, PIPI, KALT… alles doof! Wir sind im Dunkeln über die Hauptstraße
getingelt auf der Suche nach einem Restaurant, in dem wir uns Essen leisten
können und überall lagen die Obdachlosen vor den 5-Sterne-Restaurants, Autos
waren aufgebrochen und Schaufenster eingeschlagen. Der Unterschied zwischen Arm
und Reich ist gerade in dieser extrem teuren Stadt  sehr deutlich zu sehen und das Mitleid mit
den Menschen die dort auf der Straße leben müssen, unglaublich groß. Wir waren
also froh heile wieder im Motel anzukommen, nachdem wir um 22Uhr dann doch noch
ein Restaurant gefunden hatten, das uns für 10$ einen Burger verkauft hat. 
Nach einer unruhigen Nacht und einem Besuch bei der Bank of
America (bei der ich zum Glück ein höheres Tagesbudget hatte) sah die Welt schon
etwas rosiger aus und nach dem besten Bagel den ich je zum Frühstück hatte haben
wir uns mal auf den Weg in die andere Richtung gemacht, zum Presidio an der
Golden Gate Bridge.

Und was soll ich euch sagen, wir sind zwei Blocks in die
andere Richtung gegangen und ich hätte zusammen mit den Vögeln um die Wette
pfeifen können. Viele kleine Cafés, Boutiquen und Geschäfte, die am Sonntag zum
Bummeln eingeladen haben und an denen ich mich gar nicht satt sehen konnte. Von der Architektur ganz zu schweigen, ich liebe die bunten Holzhäuser und konnte mich an ihnen gar nicht satt sehen.

Wie schön muss es bitte sein, in einer riesen Metropole zu
leben und trotzdem wunderschöne Strände vor der Tür zu haben?! In San Fransisco
gibt es einige davon und ich könnte mich an diese Umstände tatsächlich sehr gut
gewöhnen, was mir allerdings fehlen würde ist das Radfahren, denn bei den
Steigungen ist das echt eine Herausforderung. Die einzige gewundene Straße die
auch noch wunderschön bewachsen ist, ist die Lomard Street. Leider ist sie ziemlich
überrannt von Touristen, aber trotzdem schön anzusehen.

Der Pier 39 ist DAS Touristenziel! Viele Restaurants, Cafés
und Shops. Durch Zufall haben wir dort eine coole Ausstellung gefunden, in der
Spielautomaten und Ähnliches ausgestellt worden, vom 19. Jahrhundert bis heute.
Ein paar echt interessante Geräte waren dabei und es war auch noch kostenlos,
also guter Tipp fürs kleine Reisebudget.

Und dann war da natürlich noch die Golden Gate Bridge,
unglaublich schön 🙂

…und Alcatraz, das Gefängnis, das auf einer Insel in der Bucht vor San Fransisco liegt.

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