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Roadtrip 1- Brügge und Normandie

25. Januar 2014
Letztes Jahr habe ich mir mit meinem Freund den Traum
erfüllt und einen kleinen Roadtrip gestartet. Wir sind durch Belgien und
Frankreich gereist, mit seinem Auto, einem Zelt und bestem Wetter.
Am 15.07. sind wir in Bielefeld schon früh um neun gestartet
und haben uns auf den Weg nach Belgien gemacht. Es stellte sich schnell heraus,
dass es ratsam gewesen wäre das Navi vorher nochmal mit den aktuellen Updates
zu versorgen, denn schon bald hinter der holländischen Grenze kamen die ersten
Schwierigkeiten auf. Ein Autobahnkreuz haben wir gleich 3x überquert…
Doch gegen 15 Uhr haben wir dann unser Ziel erreicht, den
Campingplatz in  Brügge. 

http://www.campingmemling.be/index.php?lang=de
 

Der Campingplatz Memling liegt sehr zentral… auf dem Hinweg
haben wir zwar den Bus in die Innenstadt genommen, doch den Rückweg haben wir zu
Fuß zurück gelegt und hatten noch einen schönen Spaziergang an den unzähligen
Kanälen. Der Campingplatz ist sehr familiär und ordentlich… daran das es nirgendwo
Toilettenpapier gab (weder Belgien noch Frankreich) haben wir uns auch schnell
gewöhnt. Die einzelnen Plätze sind nicht besonders groß, doch wir konnten unser
Auto direkt ans Zelt stellen, das war sehr praktisch. Eine Nacht hat uns ca.
30€ gekostet inkl. Müllbeseitigung und Duschen etc. 
Brügge hat eine wunderschöne historische Altstadt und der
innere Kreis, in dem wir uns hauptsächlich aufgehalten haben, ist so klein, dass
man alles zu Fuß ablaufen kann. 

Die Stadt ist für ihre vielen alten Backsteinbauten bekannt
und die vielen Kirchen die sich in ihr tummeln. Es gibt wunderschöne kleine
Gassen in denen man wandeln kann und auch die Klostergärten sind wunderschön
zum verweilen.
 

Ein Muss ist eine traditionelle Fahrt auf den Grachten mit einem
der unzähligen Boote. Die totale Touritour, aber für ca.7€ kann man sich diesem
Kitsch hingeben! Man erfährt vieles über die Stadt und bekommt ganz andere
Eindrücke als nur vom Land aus.

Ein kulinarisches Muss ist die berühmte belgische
Schokolade, die wir in dieser süßen kleinen „Chocolatier“ gekauft haben. Wir
haben uns für weiße Schokolade mit ganzen Nüssen entschieden… ein Traum! Auch
die belgischen Waffeln sind ein wahres Gedicht und eine Sünde wert…

 

Am zweiten Tag haben wir uns auf den Weg nach Frankreich, in
die Normandie, gemacht. Auf dem Weg zu unserm Ziel wollten wir so nah wie
möglich an der Küste langfahren um zwischendurch Stopps machen zu können. Der erste
Halt war in „Le Tréport“, eine kleine Hafenstadt die ca. 180 km hinter der
belgisch-französischen Grenze liegt.  

Stolz wie Bolle habe ich mein erstes Mittagessen auf
Französisch bestellt und nur ein mitleidiges Lächeln des Ladeninhabers
geerntet. Die steilen Straßen und unzähligen Stufen um diesen Ausblick über die
Bucht zu haben, haben sich aber definitiv gelohnt.

Nach der Stärkung und einem grandiosen Ausblick ging es
weiter zum nächsten Stopp, den Klippen in „Etrétant“, 120 km weiter.

 DIESER Ausblick hat mir
wirklich die Sprache verschlagen! Ich war sprachlos über so viel Naturkraft und
Schönheit. Jahrhunderte frisst sich das Meer durch die Felswände und lässt sich
durch nichts und niemanden aufhalten.

Einfach unglaublich, dieses Gefühl so nah am Abgrund zu stehen und die deformierten Kalkfelsen zu sehen.

Gegen 18 Uhr sind wir dann am zweiten Campingplatz angekommen,
von diesem Platz hatten wir uns so gar nichts versprochen und wurden dann sehr
positiv überrascht. 

Der Campingplatz „Chant des oiseaux“  gehört zu der kleinen Stadt Trouville-sur-Mer
in der Nähe von Le Havre. Ohne Reservierung haben wir ohne Probleme einen Platz
für zwei Nächte für insgesamt 70€ bekommen. Die Sanitären Anlagen waren nicht
sooo toll, aber der Rest vom Gesamtpaket hat das wieder gut gemacht.

Wir hatten einen riesen Platz für uns alleine, auf den wir unser Auto mitnehmen konnten und viel Privatsphäre
hatten. Doch am allerbesten war der legendäre Ausblick, denn außer dem weiten
Meer hatten wir nichts vor der „Zelttür“. Da wir ja nun auch schon sehr erprobt waren im Zelt aufbauen, konnten wir den wunderschönen Sonnenaufgang mit einem Glas Wein und Nudeln vom Gaskocher genießen.Ein Gefühl wie Gott in Frankreich!

Im Restaurant haben wir uns dann am nächsten Tag die Spezialität der Normandie gegönnt… einen riesigen Topf „Moulspomm“ (Muscheln mit Pommes). Super lecker!
YUMMI
Am 18.07. haben wir uns dann wieder auf den Weg gemacht.
Unser Ziel war die Bretagne, doch einen letzten Zwischenstopp machten wir noch
in der Normandie, am Mont-Saint-Michel.

Knallharte 35° haben es nicht gerade einfach gemacht die
vielen Treppen zu genießen auf dem Weg nach oben, aber das alte Kloster (708
gegründet) auf dieser Felseninsel ist absolut einen Besuch wert. 

Hier seht ihr den Blick aus den Schießscharten in der Burgmauer. Es war gerade Ebbe, bei Flut ist die Insel vom Meer komplett umspült.

Das Kloster

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